Kotela - Gruppe

der Evangelischen Kirche Syburg - Auf dem Höchsten - Dortmund

Wissenswertes über die Partnergemeinde Kotela in Tansania


Doch das Alltagsleben ist einfach und hart, und viele Einwohner verfügen nur über wenig Bargeld, das sie aber für Schulmaterialien, den Besuch weiter führender Schulen und ärztliche Behandlungen benötigen.


Den Mittelpunkt des dörflichen Lebens bildet die evangelische Kirche.


Die Gegend um Kotela wurde vor ca. 120 Jahren von dem deutschen Pfarrer Gerhard Althaus missioniert, so dass die meisten Einwohner Kotelas zur ELCT (Evangelical Lutheran Church of Tanzania) gehören.


Etwa alle 5 Jahre werden die Pfarrer vom Bischof in neue Gemeinden versetzt. Auf Pastor Kiwelu folgte im Januar 2000 Pastor Shayo, der 2008 von Pastor Godwin Mremi abgelöst wurde.

Mehrere Gottesdienste am Sonntag, Chöre, eine Frauengruppe (50 Mitglieder), eine Jugendgruppe, 100 Konfirmanden pro Jahrgang und ein Kindergarten sorgen für ein lebendiges Gemeindeleben.


So ist es auch primär die Kirche, die sich um die Ausbildung und die ärztliche Versorgung ihrer Menschen kümmert. Da es keine Kirchensteuer gibt, ist sie auf die Spenden ihrer Mitglieder und damit auch auf unsere Spenden angewiesen.


Die Hälfte der Einwohner Kotelas ist jünger als 20 Jahre, und nach der 7-jährigen staatlichen Grundschulzeit können sich nur wenige Schüler den Besuch der meist privaten Sekundar-Schulen leisten.
So ist die Gefahr groß, dass die jungen Menschen Kotelas in der Hoffnung auf Arbeit in die Slums der Großstädte abwandern.
Aus diesem Grund wollte die Kirchengemeinde in Kotela ein Ausbildungs-
zentrum für Handwerker errichten.
So wird den jungen Menschen die Möglichkeit gegeben, vor Ort einen Beruf zu erlernen, einen Arbeitsplatz zu erhalten und die Familie zu unterstützen.


Das Dorf Kotela liegt etwa 3° südlich des Äquators, im Norden Tansanias am Hang des Kilimandscharo, in der Nähe der Stadt Marangu, die Ausgangspunkt für den Aufstieg auf den höchsten Berg Afrikas über die Marangu ("Coca Cola") - Route ist.
Die 5000 Einwohner des Dorfes, die dem Stamm der Chaggas angehören, leben größtenteils in einfachen Lehmhäusern, die weit verstreut inmitten ihrer jeweiligen Shamba (Feld) liegen.
Dort werden in Mischkultur Bananen, Avocados, Mais, Bohnen, Kartoffeln, Kaffee usw. angebaut.


Die Vegetation ist üppig, und als Selbstversorger müssen die meisten Menschen Kotelas nicht hungern.